Gärten und die großen Fragen der Welt und wie sie zusammenhängen

Lockdown-Saat

Was genau passierte da während des Lockdowns? Die Leute gärtnerten. Und sie stürmten in die Parks. Aber warum? War es nur Langeweile?

In dieser Serie porträtiere ich Menschen, die an Pflanzen interessiert sind. Ihre Gärten müssen nicht groß oder grandios sein. Sie müssen nicht mal einen Garten im traditionellen Sinn haben. Es geht um die Leidenschaft des einzelnen Gärtners. Mich interessiert, warum Menschen gärtnern und wie unterschiedlich ihre Herangehensweisen dabei sind.

Pam und Joannas Garten

Als ich den ersten Blick um die Ecke werfe, bin ich komplett überwältigt. Wie ein weites Amphitheater wölbt sich ein Steingarten um die Terrasse an der Rückseite des Hauses. Das Grundstück liegt an einem Hang, der hier in zwei mannshohen Stufen terrassiert ist, die seitlich von großen, naturalistisch platzierten Felsbrocken gehalten werden. Das ist eine Pflanzenschau dramatischen Ausmaßes.

Thomas

Thomas und seine Zimmerpflanzen

„Zimmerpflanzen werden aus ästhetischen Gründen gekauft, aber dann hätten sich längst Plastikblumen durchgesetzt,” überlegt Thomas, “Es muss also einen Grund geben, warum wir glauben, dass eine echte Blume positiver ist als eine Kunststoffblume.”

In dieser Artikelserie dokumentiere ich meinen eigenen Garten: ein wunderbares Naturrefugium umgeben von alten Backsteinmauern mitten in Düsseldorf. Ich versuche zudem in Worte zu fassen, who meine Liebe zu Pflanzen begann, wer sie beeinflusste und wo ich in der Vergangenheit gegärtnert habe.

Der Versuch, Vielfalt zu schaffen

Ich beschloss genau dort, in dieser Gras-Monokultur, zu versuchen, mehr Pflanzenvielfalt zu schaffen. Wenn es mir gelänge, die Bepflanzung dieses Teils des Gartens zu diversifizieren, würde der Garten für mich schöner werden und Insekten vielfältigere Lebensräume bieten. Das wäre die perfekte Balance zwischen meinen Bedürfnissen und denen des Ökosystems, das mein Garten war.

Wie ich meinen eigenen Garten fand

Vor mir lag eine Wiese, vielleicht 200 Quadratmeter groß, mit Farnen an den Rändern und zwei Obstbäumen in der Mitte. Die Wiese war von alten, teilweise mit Efeu bewachsen Backsteinmauern umgeben. Dahinter waren die Bäume der benachbarten Gärten zu sehen. Die Sonne schien, die Luft war voller Vogelgezwitscher, es war ein Paradies!

In dieser Serie geht es um das Vergnügen, Gärten zu besuchen, vor allem die gestalterisch und historisch bedeutsamen. Jeder Artikel basiert auf einem meiner Gartenbesuche, meistens in England aber auch in Japan und anderswo. Während ich die Leser zu einem Spaziergang durch den Garten mitnehme, gebe ich Informationen über seine Geschichte und über Diejenigen, die ihn geprägt haben. Allem zugrunde liegt das Thema Gartendesign: wie es sich über die Jahrhunderte entwickelte und wie es gesamtkulturelle Entwicklungen widerspiegelt.

Gartengestaltung oder Warum ich die Chelsea Flower Show vermisse

Gärten sind Räume, in denen Menschen mit Pflanzen interagieren. Deshalb sollte ihre Gestaltung Emotionen hervorrufen und formen. Ich erwarte, dass dies ohne Erklärungsbedarf funktioniert. Das beabsichtigte Gefühl des Gartens sollte dem Besucher unmittelbar und intuitiv zugänglich sein.

Die RHS Chelsea Flower Show

Den Pflanzen fehlte klassische Perfektion. Sie hätten wie Unkraut wirken können, wären sie nicht perfekt ausgewählt und platziert gewesen. Es schien, als stünde jede Pflanze genau an dem Ort, den sie sich selbst ausgesucht hatte. Dies war spektakuläres Schaugartendesign auf der Grundlage botanischer Exzellenz.

Frisch grüne Perfektion – Der Savill Garden im Frühling

Ich glaube, ich mag den Savill Garden, weil er genau so ist, wie ich dachte, daß ein Garten zu sein hat, als ich in den 1970er und 80er Jahren in Deutschland aufwuchs. Heute weiß ich, dass dieser Gartenstil nur einer von vielen ist. Aber er gefällt mir immer noch, besonders wenn er so hochklassisch präsentiert wird, wie hier.

In dieser Serie geht es um Pflanzen außerhalb von Gärten, Pflanzen, über die ich im Alltag stolpere oder die mir irgendwo in der Landschaft begegnen.

Bluebells!

Tausende und Abertausende von blauen Blümchen, über den gesamten Waldboden verteilt; es war, als hätte man die Bäume auf einen tiefblauen, hochflorigen Teppich gigantischen Ausmaßes gestellt. Wir hatten einen Bluebell Wald gefunden.