Gärten von Bedeutung

In dieser Serie geht es um das Vergnügen, Gärten zu besuchen – vor allem die gestalterisch einflussreichen oder anderweitig bedeutsamen. Während ich die Leser zu einem Rundgang mitnehme, ist mein Thema Gartendesign: „Was macht einen Garten angenehm?“ und “Inwieweit spiegelt er die Kultur wider, aus der heraus er entstanden ist?”.

Früher Morgen am Ryoan-ji

Es ist sehr still. Nichts bewegt sich. Die Präzision dieses höchst fragilen Arrangements ist atemberaubend. Es ist der Ausdruck einer einfachen Idee voll unendlicher Variation. Dies ist der berühmteste Zen-Garten der Welt – Ryoan-ji.

High Beeches ist anders

Es gibt keine vorgeschriebenen Wege, keine offensichtlich konstruierten Ansichten. Die bemerkenswert spärliche Bepflanzung eröffnet eine Vielzahl von Blickwinkeln. Ein Spaziergang durch den Garten zeigt immer neue Kompositionen von Formen, Texturen, Farben. Jeder Besucher ist eingeladen, seine eigene Perspektive zu finden.

Eine Reise zu den Gärten Japans

Solange ich mich erinnern konnte, hatten mich die geheimnisvollen Gärten Japans fasziniert. Sie selbst zu sehen würde aufregend sein, aber würde ich sie auch begreifen können? Mein Interesse an der Geschichte europäischer Gärten hatte mich gelehrt, dass kultureller Kontext wesentlich war für ihr Verständnis. Da sich die japanische Kultur so sehr von der europäischen unterschied, wollte ich mir im Vorfeld unserer Reise so viel Wissen wie möglich aneignen.

Der Genuss eines hervorragenden Gartens

Nicht alles muss ‚cutting edge‘ sein, um interessant zu sein. Manchmal ist klassisch genauso spannend – vor allem, wenn es mit so viel Sorgfalt und Sachverstand umgesetzt ist wie im Savill Garden!

Gartengestaltung oder Warum ich Chelsea vermisse

Gärten sind Räume, in denen Menschen mit Pflanzen interagieren. Deshalb sollte ihre Gestaltung Emotionen hervorrufen und formen. Ich erwarte, dass dies ohne Erklärungsbedarf funktioniert. Das beabsichtigte Gefühl des Gartens sollte dem Besucher unmittelbar und intuitiv zugänglich sein.

Die RHS Chelsea Flower Show

Den Pflanzen fehlte klassische Perfektion. Sie hätten wie Unkraut wirken können, wären sie nicht perfekt ausgewählt und platziert gewesen. Es schien, als stünde jede Pflanze genau an dem Ort, den sie sich selbst ausgesucht hatte. Dies war spektakuläres Schaugartendesign auf der Grundlage botanischer Exzellenz.

Frisch grüne Perfektion

Ich glaube, ich mag den Savill Garden, weil er genau so ist, wie ich dachte, daß ein Garten zu sein hat, als ich in den 1970er und 80er Jahren in Deutschland aufwuchs. Heute weiß ich, dass dieser Gartenstil nur einer von vielen ist. Aber er gefällt mir immer noch, besonders wenn er so hochklassisch präsentiert wird, wie hier.

Ein Nachmittag in den Tropen

In dieser mit viel Sorgfalt kultivierten, spartanischen Einfachheit fühle ich mich wie in einem buddhistischen Tempel in Japan, angenehm behütet, meditativ. Der perfekte Ort, um die Schönheit der Natur zu betrachten.